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Whatsapp

Die besten WhatsApp-Alternativen

„Was ist die beste WhatsApp Alternative“ ??

Ob Verabredungen zum Abendessen, Nachrichten von Freunden auf Reisen oder Absprachen unter Kollegen: Um die Nutzung von WhatsApp kommt kaum noch jemand herum. Alleine in Deutschland gibt es rund 35 Millionen WhatsApp-User. Doch auch die Bedenken gegen die beliebte Messenger-App nehmen zu: Vor allem seit WhatsApp Daten mit dem Mutterkonzern Facebook teilt, protestieren viele Nutzer dagegen, dass der Konzern von Mark Zuckerberg nun Zugang zu ihrer Telefonnummer und ihrem Nutzungsverhalten hat, und diese Daten verwendet, um ihnen gezielt Werbung anzuzeigen. Auch Datenschützer raten immer öfter dazu, auf eine sicherere Messenger-App umzusteigen. Doch welche WhatsApp-Alternativen gibt es?

Wir stellen Ihnen hier 3 vor!

Telegram

ist ein Unternehmen der russischen Brüder Pavel und Nikolai Durov, die vorher bekannt waren als Gründer des russischen Facebook-Pendants VKontakte. Nachdem der Kreml begann, die Internetdienste in Russland strenger zu kontrollieren und Pavel Durov das Land verlassen musste, entwickelten die Brüder Telegram. Die WhatsApp-Alternative hat die Technik der Messenger-App weiterentwickelt: So ist Telegram cloudbasiert, was bedeutet, dass Nutzer ihre Telegram-Inhalte ohne Weiteres sowohl auf verschiedenen mobilen Geräten als auch auf ihrem Computer abrufen können. Außerdem lassen sich endlos große Mengen an Dateien versenden. Bei WhatsApp dagegen ist die Menge der empfangenen und gesendeten Dateien durch die Kapazität des Endgeräts – also in der Regel des Smartphones – begrenzt.

Telegram profiliert sich vor allem als sichere App. Die Entwickler bieten zwei verschiedene Arten der Verschlüsselung an: Für alle privaten und Gruppenchats gibt es eine Server-Client-Verschlüsselung, die die Nachrichten auf dem Weg von Sender zum Server und vom Server zum Empfänger verschlüsselt. Telegram selbst hat auf dem Server aber Zugang zum Inhalt der Chats, und könnte diese theoretisch weitergeben. In den sogenannten Secret Chats kommt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz, die bewirkt, dass nur Sender und Empfänger die Nachrichten lesen können. Telegram selbst hat keinen Zugang zu den Inhalten, kann diese also auch nicht freiwillig oder gezwungen an andere Unternehmen oder Sicherheitsdienste weitergeben.

Nachrichten, die mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesendet werden, sind bei Telegram nicht cloudbasiert und können dementsprechend nur auf dem Gerät abgerufen werden, auf dem sie gesendet oder empfangen wurden. Außerdem gibt es in den Secret Chats eine Einstellung, die bewirkt, dass die Nachrichten sich nach einer gewissen Zeit selbst zerstören. Sie können auch nicht aus Chats herauskopiert oder weitergeleitet werden, und wenn ein Sender eine Nachricht entfernt, verschwindet diese auch auf dem Gerät des Empfängers.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zu erwähnen, dass WhatsApp in der aktuellen Version eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Nachrichten verwendet. Da diese Art der Verschlüsselung bei cloudbasierten Inhalten nicht möglich ist, geht Telegram für eine größere Benutzerfreundlichkeit Kompromisse beim Datenschutz ein. Viele Nutzer, die in den letzten Monaten zu Telegram gewechselt sind, werden das aber nicht vorrangig wegen der Art der Verschlüsselung getan haben, sondern weil Telegram kein Eigentum von Facebook ist.

Doch auch bei Telegram ist nicht sichergestellt, dass das Unternehmen immer bei denselben Datenschutzrichtlinien bleibt oder nie verkauft wird. Nicht umsonst gibt es viele Bedenken zur intransparenten Unternehmensstruktur der WhatsApp-Alternative. Nutzer, für die Datenschutz wichtiger ist als Komfort, sollten deshalb nach einer anderen Alternative zu WhatsApp Ausschau halten.

Threema

ist eine Messenger-App aus der Schweiz. Wie die meisten Alternativen zu WhatsApp profiliert sich die App als sehr sicher im Datenverkehr. Wie WhatsApp benutzt Threema für alle Nachrichten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Ebenso werden Nachrichten vom Server gelöscht, sobald sie erfolgreich übermittelt sind. Darüber hinaus werden bei Threema Gruppen und Kontaktlisten nur auf dem mobilen Gerät verwaltet und nicht an den Server übermittelt. Wenn Threema die Kontakte aus der Kontaktliste Ihres Smartphones synchronisiert, werden diese nur anonymisiert („gehasht“) auf den Server übertragen. Darüber hinaus speichert Threema, im Gegensatz zu WhatsApp, keine Metadaten darüber, wer wann mit wem kommuniziert. Diese WhatsApp-Alternative nimmt den Schutz der Nutzerdaten also deutlich ernster als die Konkurrenz. Die Server von Threema haben ihren Standort in der Schweiz, unterliegen also den dortigen strengen Datenschutzrichtlinien.

Außer beim Datenschutz kann Threema auch noch mit einigen nützlichen Features punkten. So bietet Threema eine Abstimmungsfunktion, mit der Nutzer einfach Umfragen erstellen können. Eine Frage an eine Freundesgruppe, etwa wo man sich am Abend treffen sollte, führt so nicht mehr zu vielen verschiedenen Antworten, da der Fragende gleich eine bestimmte Anzahl an Optionen angeben kann, für die die anderen Teilnehmer am Gruppenchat dann abstimmen können. Außerdem bietet Threema eine PIN-Sperrfunktion für private Chats.

Der Haken an Threema ist nicht nur – wie bei jeder WhatsApp-Alternative – die relativ geringe Nutzerzahl, sondern auch dass die Messenger-App nicht kostenlos ist. Über einen App-Store oder den Threema-Shop muss man gegen eine – allerdings geringe – Gebühr eine oder mehrere Lizenzen erwerben. Im Threema-Shop kann man per PayPal oder mit Bitcoins bezahlen.

Signal

selbst ist wie jede WhatsApp-Alternative relativ wenig bekannt, seine Entwickler dafür umso mehr. Der Signal-Eigentümer Open Whisper Systems liefert nämlich die Basis der Ende-zu-Ende-Verschlüsselungssoftware, deren Quellcode offen ist und mit der auch WhatsApp, Telegram und Threema ihre Verschlüsselung entwickelt haben. Edward Snowden verwendet Signal, und das Team um den Kryptografen Moxie Marlinspike, den Gründer von Open Whisper Systems, genießt in IT-Sicherheitskreisen einen exzellenten Ruf. Open Whisper Systems finanziert sich komplett durch Stipendien und Spenden, ist also nicht auf Werbung oder eine Nutzergebühr angewiesen.

Wie für die Entwickler der bekanntesten Verschlüsselungstechnik für Messenger zu erwarten, wird Sicherheit bei Signal großgeschrieben. Sowohl private als auch Gruppenchats sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und wie bei Threema werden die Telefonnummern nur anonymisiert („gehasht“) an den Server übermittelt. Demgegenüber steht, dass Nutzer bei der Anmeldung verpflichtet sind, ihre Kontaktliste mit Signal zu teilen. Bei WhatsApp ist das optional; allerdings ist WhatsApp ohne das Teilen der Kontaktliste kaum nutzbar, da man die Telefonnummern nicht über den Ziffernblock eingeben kann. Signal speichert kaum Metadaten, insbesondere keine Informationen darüber, wer mit wem kommuniziert. Das einzige, was die App speichern kann, ist, ob jemand den Service nutzt.

Aus Sicherheitsgründen hat Signal keine Back-up-Funktion. Auch das ist anders als bei Threema: Dort können Nutzer ihre Daten mittels eines Back-ups von einem Endgerät zu einem anderen mit demselben Betriebssystem übertragen. Für andere Betriebssysteme gibt es die Möglichkeit, einzelne Chats zu exportieren. Signal bietet nur die Exportfunktion für Android. Es ist also möglich, Inhalte auf einem anderen Gerät zu sichern, wenngleich dies deutlich länger dauert als ein generelles Back-up. Der Vorteil daran ist, dass das Back-up nicht in falsche Hände gelangen kann. Aus demselben Grund kann man in Signal keine Screenshots machen.

Neben dem offenen Quellcode und dem fehlenden Back-up unterscheidet Signal sich von Threema durch die Anruffunktion, bei der auch die Telefonate verschlüsselt sind. Insgesamt scheint Signal also besser abzuschneiden als Threema: Der Messenger ist Open Source, kostenlos und hat eine Anruffunktion. Wer aber ein älteres iPhone besitzt, muss dennoch auf Threema zurückgreifen, denn Signal ist erst ab iOS 8 erhältlich. Auch Nutzer, die Wert auf Back-ups oder auf einen Serverstandort in Europa legen, sind bei Threema besser aufgehoben.

WhatsApp Alternativen im Vergleich

Der größte Nachteil aller WhatsApp-Alternativen ist sicherlich die geringe Nutzerzahl. Kaum jemand hat Lust, vor der Nutzung einer App zuerst einen beträchtlichen Teil des Freundeskreises zu überzeugen, auch zu dieser App zu wechseln. Genauso schwierig wird es, wenn etwa das gesamte Team auf der Arbeit WhatsApp verwendet und man deshalb immer etwas verpasst, wenn man sich gegen die größte Messenger-App entschieden hat. Das muss aber kein Argument gegen eine sichere Messenger-App sein: Es lassen sich ohne Probleme mehrere Messenger-Apps installieren, und die Benachrichtigungen erscheinen alle nebeneinander auf dem Startbildschirm des Smartphones. Außerdem gilt: Je öfter man Messenger-Apps verwendet, die keine Metadaten speichern, umso weniger ergeben die existierenden Daten ein zusammenhängendes, verlässliches Nutzungsprofil. Es bleibt also Zeit genug, Freunde und Kollegen nach und nach von den sicheren Apps zu überzeugen.

Verwendete Quellen:


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